Bis zum September 2018 entsteht ein Internetportal zur Frauenbewegung, über das zentral auf die Bestände aller deutschsprachigen Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen zugegriffen werden kann. Relevante Fachinformationen zu einzelnen Themen, Akteurinnen, Zeitspannen und Ereignissen werden zukünftig direkt abrufbar sein.

Das DDF präsentiert – einmalig im deutschsprachigen Raum - erstmals gebündelt Digitalisate, Bestandsdaten und weiterführende Informationen zur Frauenbewegungsgeschichte in Form eines Fachportals. Ziel ist, die vielfältigen Standpunkte der Frauenbewegungen möglichst vollständig wiederzugeben. Dabei werden historische und aktuelle gesellschaftspolitische Fragestellungen aufbereitet, verknüpft und zeitgemäß online dargestellt.

Das Portal wird als Wissensportal nicht nur digital bereits vorliegende Quellen nutzbar machen, sondern alle verfügbaren Informationsquellen der Frauenbewegung und Frauenbewegungsgeschichte digital aufbereiten, bündeln und vernetzen. Das DDF bietet die Grundlage für Forschungs-, Bildungs- und Informationsarbeit und leistet somit einen einmaligen Beitrag zur Gleichstellungs- und Genderpolitik in Deutschland. Es gewährleistet damit erstmalig eine geschlechtergerechte Überlieferung.

Träger des DDF ist der Dachverband deutschsprachiger Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen i.d.a., der 1993 gegründet wurde und heute 40 Einrichtungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Italien miteinander vernetzt. Mit dem DDF wird die bisherige Arbeit in den verschiedensten i.d.a.-Einrichtungen gewürdigt und gleichzeitig die kulturelle Überlieferung gesichert.

Die Einrichtung des Digitalen Frauenarchivs wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit rund vier Millionen Euro gefördert.